Zur Benachteiligung und Diskriminierung von Lesben
"Alle Lesben sind Männerhasser. Lesben verführen kleine
Mädchen. Lesben sind Mannweiber...."
Nicht nur mit Klischees müssen sich Lesben auseinandersetzen,
sie werden von einem heterosexuellen Umfeld beleidigt, ignoriert,
körperlich angegriffen, gemobbt und vieles mehr.
81% der Lesben und Schwulen fühlen sich am Arbeitsplatz
diskriminiert. Dies reicht von verbalen Diskriminierungen wie
Witzen, Getuschel, dem Gerede "hinter dem Rücken"
überdimensionales Interesse am Privatleben der Lesben bis hin
zu strukturellen Benachteiligungen wie das Zurückhalten von
Informationen, Verweigerung von Beförderungen, Mobbing und
auch sexuelle Belästigungen.
Lesben sind vor allem zwei spezifischen Formen der Diskriminierung
ausgesetzt: Zum einen werden sie "totgeschwiegen", zum anderen
angegriffen (Reinberg/Roßbach 1995).
Dies ist nach Ansicht von Reinberg und Roßbach ein
gewichtiger Gegensatz zu Schwulen, die vor allem noch ihre Rollen
im Berufsleben ohne Beeinträchtigung durch die
Homosexualität erfüllen können.
zur Totschweige- und Angriffsstrategien gegen Lesben.
(angelehnt an Reinberg und Roßbach)
- Lesben sind oft heftigen und lang andauernden Konflikten in der
Familie ausgesetzt. häufig kommt es zu Kontaktabbruch oder
-verweigerung in Familie, Berufsleben oder Freundeskreis
- Lesben wird häufig Heterosexualität unterstellt trotz
besseren Wissens
- Lesben sind Beleidigungen, Beschimpfungen bis hin zu
körperlichen Angriffen und Vergewaltigungen ausgesetzt.
Täter sind meist Männer, die Übergriffe erfolgen in
der Regel in der Öffentlichkeit.
- Lesben wird vorgehalten, sie störten das Betriebsklima, da
sie sich an andere Frauen "heranmachten". Lesbischen Erzieherinnen
wird oft vorgehalten, sie verführten Mädchen zur
Homosexualität und Lesben in kirchlichen Einrichtungen
müssen mit Kündigung wegen Homosexualität
rechnen.
- Verweigerung von Untermietverhältnissen für die
Partnerin bzw.
- Lesben werden zu Angeboten und Aufforderungen, heterosexuelle
Handlungen vorzunehmen aufgefordert bis hin zur gewaltsamen
Durchsetzung der männlichen Vorstellung von Sexualität
(Vergewaltigungen). Diese erfolgen nicht nur in der
Öffentlichkeit, sondern auch durch ehemalige Partner.